Exkursion nach Schloss Hartheim und ins ehemalige KZ Mauthausen

Exkursion nach Schloss Hartheim und ins ehemalige KZ nach Mauthausen am 9.11.2018

Wir, die 5A, 5B und 3PA, starteten vom Hauptbahnhof Wien weg nach St. Valentin. Von St. Valentin ging unsere Reise mit dem Bus bis Schloss Hartheim weiter. In Hartheim erlangten wir viele Eindrücke vom Inneren des Schlosses und erfuhren auch viel über die Zeit während des 2. Weltkrieges. Hier befand sich die größte „Euthanasieanstalt“ auf österreichischem Boden. Ca. 30.000 Menschen mit Beeinträchtigung wurden hier getötet. Wir bekamen die Gelegenheit, uns die Gaskammer genauer anzusehen und erfuhren einige Hintergründe zur NS–Zeit. Unsere Führung ging durch das ganze Schloss, wobei wir alte Funde sahen und auch eine große Anzahl von Bildern Getöteter erblickten. Die zuständige Expertin erklärte uns den Ablauf eines Tages zu dieser Zeit im Schloss, aber auch die Aufgabenverteilungen der hier Angestellten. Weiters erläuterte sie uns die Kriterien, die man erfüllen musste, um zu überleben. Anhand von folierten Bildern erklärte sie uns ebenso das Konzept, wie entschieden wurde, ob Menschen mit Beeinträchtigung leben durften oder sterben mussten. Durch die unterschiedlichen räumlichen Gestaltungen bekamen wir tiefe Einblicke in die damalige Zeit und auch welcher Sprachgebrauch angewendet wurde, um Menschen mit Beeinträchtigung zu beschreiben.

Nach dieser fesselnden Erfahrung ging unsere Reise nach Mauthausen, ins ehemalige Konzentrationslager, weiter. Auch hier stand uns wieder ein Experte zur Verfügung, der uns zu Beginn das gesamte Areal des Lagers mithilfe einer Miniaturnachbildung zeigte. Wir konnten uns somit die Größe der Fläche und die Anzahl der dort inhaftierten Menschen besser vorstellen. Unsere nächste Station waren die Lager, wo die Inhaftierten auf engstem Raum ihren Tag verbrachten und schliefen. Wir erfuhren auch, dass es unter den Gefangenen sogenannte Funktionshäftlinge gab, die besondere Privilegien hatten. Ebenso durften wir auch in Mauthausen die Gaskammern, die Brennöfen und Kühlräume, wo die Leichen gelagert wurden, ansehen und bekamen eine Erklärung zum gesamten Prozess. Es gab auch einen eigenen Gedenkraum für die Verstorbenen, wo in Büchern ihre Namen verewigt wurden. Zuletzt sahen wir uns noch den bekannten Steinbruch mit der Todesstiege an. Wir konnten den Steinbruch von oben herab ansehen und erhielten auch dazu spannende Informationen.

Nach diesem ereignisreichen Tag traten wir wieder die Heimfahrt an. Im Zug besprachen wir auch untereinander unsere Eindrücke und wie wir beide Orte erlebt hatten.

Leitung: Mag. Eva Lang, Mag. Rainer Puchner

Es war schön, dass uns auch Frau Prof. Ruth Hauck begleitet hat.

Bericht: Elina Pöhl, 5b